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Warum wir Autoritäten vertrauen

28. Oktober 2019

Wenn wir uns nach einer Dienstleistung oder einem Produkt umschauen, legen wir häufig Wert darauf, dass die betreffende Person oder das Unternehmen möglichst viele Zertifikate an der Wand hängen hat.

Möglichst viele Zusatzzertifikate, Doktorgrade oder Professorentitel vermitteln Wissen und Vertrauen.

Warum ist das so und warum ist das ein Kriterium?

Es hat meiner Ansicht nach etwas damit zu tun, dass wir in gewisser Weise zivilisationsgeschädigt sind. Wir leben mit uns wildfremden Menschen zusammen, die wir gar nicht kennen. Vor allem natürlich in Großstädten.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Fall in Berlin vor vielleicht 2 Jahren, als eine junge Frau von einem jungen Mann ohne erkennbaren Grund von hinten in der Rücken getreten wurde, während sie eine Treppe herunterging. Die Frau stürzte und holte sich einige schwerwiegende Verletzungen.

Das kann eigentlich nur hier passieren. In früheren Zeiten wären Sie niemals mit einer ganzen Horde Ihnen vollkommen fremden Menschen arglos zusammen irgendwo lang gelaufen.

Als wir noch in überschaubaren Gruppen zusammenlebten und jeden kannten, war auch bekannt, wer in bestimmten Bereichen etwas auf der Pfanne hat oder nicht. Der Dorfarzt kannte damals alle Kinder und zum Teil deren Eltern vom ersten Tag an. Man kannte sich von Angesicht zu Angesicht und konnte einander vertrauen.

Oder man vertraute eben dem Freund oder Verwandten, wenn der von jemandem aus dem Nachbardorf berichtete.

Dieses Netzwerk ist heute in der Form nicht mehr vorhanden. Folglich braucht es einen Ersatz, der dieses Ur-Vertrauen wieder herstellen soll. Das sind eben solche Zertifikate oder Diplome oder Doktorgrade. Die sollen uns eben vermitteln, dass man Vertrauen haben kann. Streng genommen ein sehr unnatürlicher Zustand und vermutlich der Grund, warum wir eben jenen "Autoritäten" (oder Institutionen) vertrauen (müssen).

Bildnachweis: Henrik Johansson, "Authority", flickr.com, Creative CommonsBY-NC-ND 2.0

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