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7 Strategien (nicht nur) bei Psoriasis

17. Juli 2020

Psoriasis zählt man zu den Autoimmunerkrankungen. Im häufigsten Fall äußert sich die Psoriasis als sogenannte Plaque-Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt. Sie manifestiert sich typischerweise als Flecken an Ellenbogen, Knien und Kopfhaut. Die Nägel können dick werden und sich von ihrem Nagelbett lösen.

Die zweithäufigste Variante ist die Psoriasis Guttata. Bei diesem Typ bilden sich am ganzen Körper kleine rote Papeln. Sie beginnt häufig in der Kindheit oder Jugend. Die guttate Psoriasis kann sich oft nach einer Streptokokken-Infektion entwickeln.

Psoriasis ist bei manchen Menschen dauerhaft vorhanden, bei anderen tritt sie schubweise auf.

Die Psoriasis ist deshalb interessant, weil sie durch Faktoren des Lebensstils beeinflussbar oder kontrollierbar ist (abgesehen von genetischen Komponenten, die möglicherweise eine Rolle spielen).

Allen Varianten der Psoriasis ist gemein, dass sie mit der Darmgesundheit zusammenhängt, als auch mit chronischer Entzündung.

Unsere täglichen Gewohnheiten beeinflussen sowohl unsere Darmgesundheit als auch die Entzündung stark. Eine kontrollierte Ernährung, Schlafgewohnheiten, Bewegung und Stressbewältigung sind der beste Weg, um die Ursache der Psoriasis zu heilen.

Sie kann als ein Ganzkörperproblem aufgefasst werden.

Hier sind 8 Strategien, die positiven Einfluss auf die Darmgesundheit haben uns zudem chronische Entzündungen verbessern.

1 Zuckerentfernung

Über die entzündliche Wirkung von Zucker habe ich ja schon mehrfach geschrieben. Deshalb ist es sinnvoll entzündliche Lebensmittel wie verarbeitete, verpacktes Junk-Food, Brausegetränke jeder Art, Industrieöle, Fruchtsäfte, frittierte Lebensmittel usw. zu entfernen.

2 Mehr Omega 3 Fette

Omega-3 Fette haben eine antientzündliche Wirkung. Zu den wichtigsten Quellen gehören fetthaltige Wildfische wie Lachs, Sardinen, Forelle und Kabeljau, das Fett von grasgefütterten Tieren wie Kühen, Eier von frei laufenden Hühnern sowie Butter und Ghee von grasgefütterten Kühen.

3 Proteinaufnahme

Die Haut braucht Protein, um sich nach einer Schädigung wieder aufzubauen. Eiweiß ist in der Tat ein Baustein des gesamten Körpergewebes. Da die Psoriasis die Haut mehr als jedes andere Organ befällt, ist eine ausreichende Menge an hochwertigem Protein unerlässlich. Protein hilft nicht nur bei der Hautreparatur, sondern auch bei der Reparatur des Darms. Deshalb gehören Proteinquellen wie Muskelfleisch (Steak und Fisch), Gelatine (hydrolysiertes Kollagen) und natürlich Knochenbrühe auf den Tisch.

4 Haut reparierende Vitamine und Mineralien

Vitamin A (also echtes, Vitamin A - kein Beta-Carotin) finden Sie ausschließlich in tierischen Produkten.

Vitamin A brauchen Sie:

  • Zur Produktion neuer Hautzellen
  • Zur Förderung der Kollagenproduktion
  • Zur Verhinderung von Sonnenschäden
  • Zur Unterstützung die Fettdrüsen um die Haarfollikel

Sie finden verwertbares Vitamin A in hohen Mengen in Rinderleber. Nur 100 g Rinderleber enthalten über 15.000 IE Vitamin A. Darüber hinaus enthalten Milch, Butter und Eier ebenfalls Vitamin A.

Das Mineral Selen spielt ebenfalls eine Rolle. In einer Studie fand man heraus, dass ein Rückgang des Blutselenspiegels mit einer Verschlechterung der Psoriasis einherging (hier).

Eine andere Studie fand heraus, dass eine Supplementation mit Selen, zusätzlich zu anderen Antioxidantien wie Coenzym Q10 und Vitamin E, zu einer Abnahme der Marker für oxidativen Stress sowie zu einer Verbesserung der Psoriasis führte (hier). In der Studie reichten bereits 48 Mikrogramm täglich aus. Diese Menge finden Sie in 120g Rinderleber oder -steak oder in 180g Hühnerfleisch.

5 Vermeidung darmschädigender Nahrungsbestandteile

Hierzu zählen die Lektine (Sie erinnern sich vielleicht, dass ich das schon in der Reihe "giftiges Gemüse" erwähnt hatte). Das sind Proteine, die sich an Kohlenhydrate binden und so die Wand des Dünndarms schädigen (hier). Vermeiden Sie deshalb Bohnen, Linsen, Erdnüsse, Körner (insbesondere glutenhaltige Körner) und Kartoffeln.

Genauso verhält es sich mit Saponinen. Saponine sind enthalten in Bohnen, Linsen, Erbsen, Erdnüssen, Nachtschattengewächsen (Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Auberginen).

6 Vitamin D Status verbessern

Studien zeigen, dass die Verbesserung des Vitamin D Status Psoriasis verbessert. Also raus in die Sonne! Im Falle einer Unterversorgung kann es auch Sinn machen zu supplementieren. 1000 IUE heben den D-Serumspiegel um 10 ng / mL.

7 Gewohnheiten verbessern

Hiermit meine ich für ausreichend Schlaf zu sorgen, sich besseres Stressmanagement anzueignen (Stresshormone fördern Entzündungen) sowie Alkohol und Tabak zu meiden oder zu limitieren.

Die Pointe dabei ist, dass alle diese Maßnahmen unabhängig von einer Psoriasis den Gesundheitsstatus massiv verbessert.

Bildnachweis: Psoriasis-Netz, Linke Hand beim Start, CC BY 2.0

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