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Lektine und Autoimmunerkrankungen

24. April 2020

Was viele nicht wissen ist, dass Pflanzen kleine chemische Fabriken sind. Wie alle Lebewesen möchten auch Pflanzen nicht gegessen werden. Da sie aber weder weglaufen können, noch Krallen oder Hauer haben, müssen sie sich auf andere Weise verteidigen. Dies tun sie, indem sie giftige Chemikalien produzieren, um Fressfeinde abzuwehren.

Lektine sind große Proteinmoleküle, die genau zu diesem Zweck von Pflanzen produziert werden. Wenn Sie diese Lektine aufnehmen, können diese insbesondere im Darm Schäden verursachen. Lektine heften sich an die Darmwand und können diese schädigen, aufreißen. Sie müssen bedenken, dass so eine Darmwand papierdünn ist. Wenn Sie mal Wurst im Naturdarm gegessen haben, wissen Sie, was ich meine.

Wenn ein Loch in der Darmwand durch Lektine entsteht, gelangen auch andere Proteine hindurch. Das wiederum aktiviert das Immunsystem, welches dann Antikörper produziert und damit Entzündungen hervorruft.

Bei Autoimmunerkrankungen und / oder chronischen Entzündungen, kann die Ursache im Konsum von Lektinen liegen.

Die folgenden Lebensmittel enthalten Lektine:

  • Weizen (Gluten)
  • Mais
  • Soja
  • Hülsenfrüchte
  • Tomate
  • Kürbis (Samen)
  • Kartoffel
  • Aubergine
  • Pfeffer (damit sind auch Pepperoni und andere scharfe Schoten dieser Gattung gemeint)
  • Reis

Pflanzen haben übrigens auch noch andere (Phyto-)Chemikalien, die die Aufnahme von Nährstoffen blockieren. Aber darüber rede ich ein anderes Mal.

Bildnachweis: Franck Genten, "P10a_013_rein lectine WGA_kidney lectin_Onchorhynchus mykiss", flickr.com - CC BY-NC-ND 2.0

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